Projekt

Bei der Philipp Holzmann AG war die Abteilung „Technische Werbung“ zuständig für die Bilddokumentation der Bauprojekte und die Herausgabe der Hauszeitschrift. Für die Bild-dokumentation waren zwei Fotografen beschäftigt. Dokumentiert wurden Projekte, Bauvorhaben in Konzept und Durchführung für die Hauptstadtregion sowie Auslandsprojekte. Nach der Holzmann-Insolvenz wurden große Teil des projektbegleitenden Schriftguts und über 40 Dokumentarfilme hingegen vernichtet. Versuche, die Fotos dem Deutschen Museum München zu übergeben, scheiterten, und das Frankfurter Stadtarchiv übernahm nur die lokal interessanten Fotos (Sammlungsteilung). Im Frühjahr 2005 übernahm dann der Hauptverband der Bauindustrie in Berlin als Zwischenlösung das Fotoarchiv. 2010 wurde gemeinsam mit den Fachbereichen Bauingenieurwesen und Informationswissenschaften der FH Potsdam ein Projekt durchgeführt, Teile des bauhistorisch und kulturhistorisch interessanten Bildarchivs gemeinsam mit Studenten zu bearbeiten, zu digitalisieren und zu verzeichnen. Im Ergebnis wurde dieses Ziel für kleinen Teil (unter 3 %) realisiert.

Projektziel des BBWA

Übernahme, archivgerechte Lagerung und Bearbeitung des Bildarchivs mit abschließender Bereitstellung einer Datenbank und der zugehörigen Digitalisate über die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) bzw. das Archivportal-D. Gewährleistung des wissenschaftlichen Zugangs durch den Betrieb als öffentlich zugängliches Archiv.

Projektnutzen

Damit ist für die Zukunft sichergestellt, dass nicht nur das komplette Bildarchiv gerettet und der professionellen Bearbeitung zugeführt wird, sondern auch die bauhistorischen Highlights der Stadtentwicklung und der Industriekultur Berlins sowie seiner Mobilitäts- und Infrastrukturgeschichte nachhaltig im Gedächtnis der Stadt verankert werden.
Entwicklung nachhaltig gestalten heißt: die kulturelle Kontinuität wahren und in Zukunft im Bewusstsein erhalten. Wird Interesse durch den Erhalt bildlicher Zeugnisse an der Stadtentwicklung durch den Zugang über das Internet geweckt und wachgehalten – wird die Identität der Hauptstadt und seiner Infrastrukturangebote gestärkt, das Wissensangebot erweitert und die stadthistorische Forschung unterstützt. Darüber hinaus wird über die Stadtgrenzen hinaus einmaliges Kulturgut öffentlich gemacht.

Projektpartner für das Projekt

  • Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
  • Berliner Zentrum für Industriekultur
  • Stiftung Deutsches Technikmuseum
  • Landesarchiv Berlin

Vorgeschichte zum Projekt

Das Digitalisierungsprojekt des Wirtschaftsarchivs baut auf einem Projekt des Bauhauptverbandes mit der Fachhochschule Potsdam auf, in das die Fachbereiche Bauingenieurwesen und Informationswissenschaften involviert waren. das Teilprojekt mit den Bauingenieuren wird fortgesetzt.

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