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Holzmann Bildarchiv - Schiffshebewerk Niederfinow

Neue Berichte zu Holzmann-Bauprojekten

Von Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen der Fachhochschule Potsdam sind im Wintersemester 2017-2018 fünf neue Berichte zu interessanten Bauprojekten des Philipp Holzmann Unternehmens erarbeitet worden. Alle Bauwerke zeichnen sich wieder durch besondere bautechnische Leistungen aus, diesmal liegt der Schwerpunkt auf Bauten im Inland in den Jahren zwischen 1908 bis 1968.

Holzmann U-Bahn-Bau in-Frankfurrt MainM

Neue bauhistorische Arbeiten von Studierenden

Sechs neue Themen zur Firmengeschichte der Philipp-Holzmann-AG wurden im Januar 2017 von Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen der FH Potsdam auf dieser Website eingestellt. Im Mittelpunkt ihrer Belegarbeit („Ingenieurprojekt“) standen diesmal Bauten der Philipp Holzmann AG aus den 1930er bis 1970er Jahren des 20. Jahrhunderts. Darunter zu finden ist unter der Rubrik „Bauen im Ausland“ der kurz vor dem Krieg fertiggestellte erste Stahlbetonbau im Iran – der Hauptbahnhof Teheran. Unter „Bauen im Inland“ wird das zeitgleich begonnene, aber unvollendet gebliebene gigantomanische Projekt eines Seebades in Prora auf Rügen behandelt. Themen sind ferner das in den 1950er Jahren erbaute Donaukraftwerk Jochenstein, ein deutsch-österreichisches Gemeinschaftsprojekt, zweimal wird der U-Bahn Bau in den deutschen Städten in den 1960er und 1970er Jahren behandelt (Hamburg und Frankfurt a.M.) und schließlich wird für den gleichen Zeitabschnitt unter der Rubrik „Innovative Bautechniken“ sehr detailliert über die Entwicklung der Großtafelbauweise bei Philipp Holzmann berichtet. Prof. Dr. Andreas Kahlow, FH Potsdam

Interdisziplinäres Lehrprojekt im Wintersemester

Nach der Erarbeitung erster Diplomarbeiten werden sich nun im kommenden Wintersemester Studierende des Bauingenieurwesens und der Informationswissenschaften gemeinsam in einer Interflex-Projektlehrveranstaltung mit dem Philipp-Holzmann-Bildarchiv befassen. Aus dem Vorlesungsverzeichnis: Das aus der Konkursmasse gerettete Bildarchiv der Philipp Holzmann AG bildet zusammen mit Zeitschriften und Berichten die Grundlage für die gemeinsame Arbeit. Im Zentrum steht die Erarbeitung von bauhistorischen Fallstudien und eines Digitalisierungskonzeptes für das einmalige Bildarchiv. Das Bildmaterial der ehemaligen Holzmann AG, zum Teil auch Filme und die dazugehörigen Informationen stehen in den Räumen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie in Berlin zur Recherche zur Verfügung. Kontakte mit Mitarbeitern der ehemaligen Philipp Holzmann AG in Frankfurt am Main werden genutzt, auch Reisen sind vorgesehen. Die Projektergebnisse sollen zum Ende des Semesters hochschulöffentlich präsentiert und in Form einer Website dokumentiert werden.

Werkstoffforschung in der NS Zeit

Die Aktenüberlieferung der Stuttgarter Materialprüfungsanstalt Unter diesem Titel fand am 20. Mai 2010 im Deutschen Technikmuseum Berlin eine Veranstaltung in der Reihe „Praktiken und Potentiale der Bautechnikgeschichte“ statt. Dr.  Norbert Becker, Dr. Volker Ziegler und Hanna Reiss vom Universitätsarchiv Stuttgart berichteteten über  archivische Erschließungsarbeiten, die seit Juni 2008 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden. Die hierbei entdeckten neuen Quellen geben nicht nur Aufschluss über zahlreiche Entwicklungen im Bauingenieurwesen und in der kriegsbedingten Ersatzstoffforschung, sondern sind auch für die Geschichte anderer ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen, so z. B. für die Geschichte des Flugzeugbaus von Interesse. Die Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen war mit 119 Mitarbeitern im Jahr 1944 eines der großen wissenschaftlichen Institute für die Werkstoffprüfung des Bauwesens in Deutschland.

Diplom Denny Bergmann

Am 30. März verteidigte Denny Bergmann seine Diplomarbeit „Zur Geschichte innovativer technischer Entwicklungen des Tief- und Grundbaus im Spiegel des Bildarchivs der Firma Philipp Holzmann AG“.  Im Gutachten heißt es: „…Die Möglichkeit, die über die Existenz der Firma Holzmann hinausreichende Wirkungen  beispielhaft zu dokumentieren und mit den Bildunterlagen des Archivs zu verbinden, ergab sich vor allem in der Benutzung der „Technischen Berichte“ von denen rückschließenderst einige der Unterlagen des Bildarchivs interpretiert werden konnten… Die gegenseitigen Bezüge zwischen Technikentwicklung, Verfahrensentwicklung und Nachweisverfahren sind gerade deswegen interessant, weil sie bisher wenig systematisch dokumentiert worden sind. Sie bleiben damit ein wichtiges Gebiet zukünftiger Untersuchungen.