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Rückkehr der Originale

Zum Digitalisierungsprojekt der Holzmann-Fotos gehört deutlich mehr als das eigentliche Digitalisieren, denn eigentlich geht es ja um umfassenden Kulturgutschutz, d.h. auch die Originale müssen auf richtige Weise bewahrt werden, nicht nur die Digitalisate.

Schon vor der Digitalisierung müssen die Fotos ggf. gereinigt, Dubletten ausgesondert und nummeriert (nach Signaturen) werden. Zum Bearbeitungsprozess gehört auch die Sortierung nach Größe, was ausschließlich für den Scanprozess eine Bedeutung hat. Aber selbst davor kommen handwerkliche Arbeitsschritte: Die Fotos befinden sich in ungeeigneten alten Versandtaschen oder alten Negativhüllen. Von denen müssen sie zunächst befreit werden. Und danach?

Nach dem Scannen werden die Fotos in alterungsresistente Hüllen gesteckt – und zwar einzeln. Alle Fotos einer Signatur kommen anschließend in säurefreie, alterungsresistente Mappen und diese wiederum in ebensolche Archivschachteln. Beschriftet wird nur mit weichen Bleistiften. Dieser Umverpackungsprozess „bettet“ die Fotos in ihre Zielumgebung ein, in der sie bei gleichbleibend niedriger Temperatur, im Fotomagazin nämlich, möglichst lange halten, während die Digitalisate als Dateien in der Langzeitarchivierung des Landesarchivs bewahrt werden.

Teil der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Faktura ist, dass die Beschäftigten den gesamten Prozess motiviert begleiten, d.h. auch die Endverpackung geschieht dort, so dass das Wirtschaftsarchiv in Bälde einen großen Umfang fertig bearbeiteter Fotos in neuer Verpackung zurückerhalten wird.

Zum Thema Motivation kann man hinzufügen: Die Arbeitsräume der Faktura-Mitarbeiter sind mittlerweile mit zahlreichen ansprechenden Holzmann-Motiven geschmückt, zu denen unter anderem auch dieses gehört, das zeigt, wie aus einem winzigen Holzmann-Negativ ein Digitalisat entsteht, das auf Wandbildgröße gebracht werden kann.

Foto: Faktura/Koch

Foto: Faktura/Koch

Text: BB
Fotos: Brigitte Hiss/Bildarchivare, Faktura gGmbH

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