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Zum Projektstand „Holzmann-Bildarchiv“ – ein Zwischenbericht

Im Mai 2018 fiel der Startschuss für das Projekt zur Digitalisierung von mehreren hunderttausend Fotos aus hundert Jahren weltweiter Bautätigkeit des Holzmann-Konzerns. Wie ist die augenblickliche Situation? Wir haben mehr als Hälfte geschafft, obwohl wir mit einer Verzögerung von fast fünf Monaten beginnen mussten. Daher mussten wir das Projekt in seiner Grundkonstruktion komprimierter und bedarfsbezogener angehen, als ursprünglich geplant. Die sich daraus ergebenden Stauchungen des Projektplans konnten dadurch aufgefangen werden, dass sich erstens die konservativ geschätzten Mengen des Projektbestandes als umfangreicher herausstellten, als tatsächlich Fotos vorliegen. Zweitens hat sich die Entscheidung, sich für den zweiten Teil des Bildarchivs auf gute Kontaktscans zu konzentrieren, als für die Laufzeit richtige und den mitunter redundanten Motiven angemessene Lösung erwiesen.

Positiv ausgewirkt hat sich die Tatsache, dass durch die Zusammenarbeit mit der Firma Faktura im Rahmen des vorhandenen Etats eine Vielzahl von Arbeiten realisiert werden konnten, die über die reine Digitalisierung hinausgehen. In Hinblick auf die unglaublich vielseitigen Möglichkeiten, die diese Werkstatt bietet, haben wir einerseits den Personaleinsatz an den Werkbänken erhöhen können und so die Digitalisierung der Fotos beschleunigen können. Andererseits hat der Dienstleister auch das Umverpacken der Originale in das vorhandene Material übernommen.

Sämtliche Arbeitsschritte wurden von der Firma Bildarchivare Hiss/Samaras GbR als Spezialisten auf dem Gebiet der dokumentarischen Bearbeitung von Fotosammlungen und Bildarchiven sowie deren Digitalisierung begleitet und kontrolliert. Offene Fragen wurden mit dem BBWA ein- bis zweimal pro Woche besprochen und sowohl die Digitalisate als auch die Metadaten wurden vor dem Upload einer Qualitätskontrolle unterzogen. Die bisherigen Digitalisate (TIFF) wurden in die Langzeitarchivierung des Landesarchivs Berlin eingespeist. 

Und wie geht es weiter? Für das Positivarchiv ist absehbar, dass die letzten Fotos im August digitalisiert werden werden. Dann kann diese Werkbank in die Digitalisierung des Negativarchivs einsteigen, mit dessen Fertigstellung im November/Dezember zu rechnen ist. Das liegt zum einen an der Komplexität der Aufgabe, zum anderen aber auch daran, dass wir mit dem Negativarchiv erst später begonnen haben. Im letzten Vierteljahr hat sich der Output signifikant gesteigert, so dass wir mit einer vollständigen Erfassung des Bestandes bis zum Ende 2019 rechnen können. Für die Sonderfälle (Altfotos, Fotoalben, Dias) bleibt dann noch Projektzeit.

Staatsbibliothek Berlin (BBWA U/5/31979_01_01-03)

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